Dildos gehören zu den ältesten Sexspielzeugen überhaupt und sind bis heute weit verbreitet. Es sind formgebende Spielzeuge zum Einführen, meist ohne Motor, in vielen Größen, Formen und Materialien. Sie werden allein, zu zweit und in jeder Konstellation genutzt. Hier erfährst du, worauf es bei der Auswahl und Anwendung ankommt.
Was ist ein Dildo?
Ein Dildo ist ein festes oder flexibles Spielzeug, das vaginal oder anal eingeführt werden kann. Anders als ein Vibrator vibriert er normalerweise nicht, es gibt aber Mischformen. Viele Modelle sind dem Penis nachempfunden, andere sind bewusst abstrakt gestaltet: geschwungen, glatt oder mit Strukturen. Welche Form sich gut anfühlt, ist individuell, und es gibt dabei kein Richtig oder Falsch.
Formen im Überblick
- Realistisch: orientiert sich an der Anatomie, mit oder ohne Adern und Eichel.
- Glatt und schlicht: ohne Details, oft leichter zu reinigen.
- Gebogen: mit Krümmung, die auf bestimmte Bereiche ausgerichtet ist.
- Mit Saugfuß: lässt sich auf glatten Flächen befestigen und frei bewegen.
- Doppelseitig: für Paare, die gemeinsam spielen möchten.
- Strap-on-geeignet: für den Gebrauch mit Harness, siehe Strap-on.
Materialien
Das Material bestimmt Gefühl, Pflege und Haltbarkeit:
- Silikon: weich bis mittelfest, körperwarm, gut zu reinigen. Silikonbasiertes Gleitgel kann es jedoch angreifen.
- Glas: glatt, nicht porös, temperaturfähig. Es kann vor der Anwendung leicht angewärmt oder gekühlt werden. Bei Rissen oder Absplitterungen sofort aussortieren.
- Edelstahl: schwer, sehr hygienisch und wärmeleitend.
- Kunststoffe wie ABS: fest und glatt.
- TPE und Gummi: weich, aber teils porös, daher schwerer zu reinigen.
Eine Übersicht aller Stoffe bietet der Artikel Materialien: Silikon, Glas und Co..
Die passende Größe finden
Größe ist keine Frage von Leistung. Wichtig sind Durchmesser, Länge und Festigkeit, die zu deinem Körper und deiner Tagesform passen. Wer neu einsteigt, fährt mit einem schlanken, flexiblen Modell oft besser. Du kannst dich steigern, musst es aber nicht. Entspannung und genügend Gleitgel sind entscheidender als jeder Zentimeter. Ist etwas zu groß, merkt man es meist an Druck oder Unbehagen. Dann hör auf.
Handhabung
Nimm dir Zeit und beginne langsam. Gleitgel erleichtert das Einführen und schützt die Schleimhaut. Welches passt, erklärt Gleitgel richtig wählen. Bewege den Dildo in deinem Tempo, wechsle Winkel und Tiefe und achte darauf, was angenehm ist. Für eine direkte Reizung der Klitoris kombinieren viele den Dildo mit den Fingern oder einem Vibrator.
Beim Analspiel gilt eine Grundregel: Nur Spielzeuge mit breitem Standfuß oder Flansch verwenden, damit nichts versehentlich zu weit hineingleitet. Mehr dazu im Artikel Butt Plugs.
Hygiene und Pflege
- Reinige den Dildo vor und nach jedem Gebrauch mit warmem Wasser und milder, unparfümierter Seife, sofern der Hersteller nichts anderes sagt.
- Trockne ihn vollständig und bewahre ihn getrennt von anderen Toys auf.
- Wechsle zwischen anal und vaginal nie ohne gründliche Reinigung oder ein neues Kondom.
- Teile den Dildo nur mit Kondom und wechsle es bei jeder Person.
Details stehen in Sextoys reinigen und aufbewahren.
Häufige Fragen
Kann ein Dildo etwas „kaputt machen“?
Bei sachgemäßer Anwendung nicht. Gewalt, zu große Modelle und fehlendes Gleitgel können aber Schleimhäute reizen oder verletzen.
Wie wärme ich Glas oder Metall an?
Halte das Spielzeug kurz unter warmes Wasser und prüfe die Temperatur vorsichtig an der Hand. Es soll angenehm warm sein, nicht heiß.
Passt ein Dildo zu jedem Gleitgel?
Nein. Wasserbasierte Gele sind für fast alle Materialien geeignet, silikonbasierte nicht für Silikon.
Wann sollte ich zur Ärztin oder zum Arzt?
Bei anhaltenden Schmerzen, Blutungen oder Reizungen nach der Anwendung.


